Matthias Borchers
· 28.01.2026
Der deutsche Sattelhersteller SQlab entwickelt mit dem 612 Ergowave active 2.1 und dem 602 Ergolux active 2.1 zwei Modelle für verschiedene Einsatzbereiche in der kalten Jahreszeit. Während Rollentraining eine statische Haltung erfordert, stehen bei Outdoor-Fahrten Stabilität und Entspannung im Vordergrund. Die unterschiedlichen Anforderungen spiegeln sich in der Konstruktion beider Sättel wider.
Der 612 Ergowave active 2.1 spricht ambitionierte Radsportbegeisterte an, die auch beim Indoor-Training im Winter keinesfalls auf Performance verzichten möchten. Der schwere, aber robust gebaute 602 Ergolux active 2.1 eignet sich für Pendler und Gelegenheitsfahrer, die Wert auf Komfort bei alltäglichen Strecken legen.
Das Active-System bildet dabei die technische Basis beider Modelle und ermöglicht eine kontrollierte seitliche Bewegung des Sattels. Diese Funktion soll die natürliche Beckenbewegung beim Treten unterstützen und Verspannungen im unteren Rücken reduzieren. Bei Indoor-Sessions kompensiert die zusätzliche Dynamik die eingeschränkte Bewegungsfreiheit auf der Rolle, während sie im Outdoor-Einsatz der natürlichen Fahrbewegung folgt.
Der 612 Ergowave active 2.1 richtet sich an sportliche Radfahrerinnen und Radfahrer auf Mountainbike, Gravelbike oder Rennrad mit entsprechend nach vorne geneigter Sitzposition. Die wellenförmige Ergowave-Kontur mit hochgezogenem Heck stabilisiert das gekippte Becken und ermöglicht eine effiziente Kraftübertragung. Diese Geometrie erweist sich bei intensiven Indoor-Sessions als vorteilhaft, da sie eine stabile Basis für hohe Leistungen schafft.
Die tiefer ausgeformte Nase und die zentrale Vertiefung schaffen Freiraum im vorderen Bereich und vermeiden Druckspitzen bei sportlicher Haltung. Der Sattel verwendet eine glasfaserverstärkte Polyamid-Schale mit superleichtem Schaum und Mikrofaser-Bezug. Die S-Tube-Streben tragen zur Gewichtsreduzierung bei und ermöglichen eine Länge von 275 mm. Das maximale Fahrergewicht liegt bei 100 kg, der Einsatzbereich fokussiert sich auf den Straßenbereich.
Der 602 Ergolux active 2.1 verwendet eine zweistufige Ergolux-Kontur für aufrechte bis moderat geneigte Sitzpositionen. Die großzügige Auflagefläche verteilt den Druck gleichmäßig und schafft ein ruhiges Sitzgefühl für längere Alltagsstrecken. Die Stufenform bietet hinten eine stabile Sitzfläche, während die tieferliegende Nase vorne für Entlastung sorgt.
Das Active-System lässt sich zweistufig einstellen, ein Switch-Hebel vereinfacht die Anpassung. Die Konstruktion nutzt massive CrMo-Streben und eine Polypropylen-Compound-Schale mit Leichtschaum-Polsterung. Der strapazierfähige Mikrofaser-Bezug hält alltäglichen Belastungen stand. Integrierte Gewindegänge ermöglichen die Montage einer SQlab-Satteltasche mit Fidlock-Adapter. Bei einer Länge von 282 mm trägt der Sattel bis zu 130 kg Fahrergewicht.
Die Gewichtsdifferenz zwischen beiden Modellen beträgt etwa 250 Gramm und spiegelt die unterschiedlichen Konstruktionsziele wider. Der 612 Ergowave active 2.1 priorisiert geringes Gewicht und Formstabilität für sportliche Anwendungen, während der 602 Ergolux active 2.1 auf Langstreckenkomfort und Robustheit setzt.
Die Materialwahl unterstützt diese Ausrichtung. Eine Schale aus glasfaserverstärktem Polyamid und der Bezug aus besonders leichter Mikrofaser beim Sportmodell 612 sorgen für Steifigkeit und geringes Gewicht, die Standard-Konstruktion des Komfortmodells 602 aus Polypropylen-Compound mit strapazierfähigerem Polsterbezug für Dämpfung und Haltbarkeit.
Die Größenauswahl unterscheidet sich ebenfalls zwischen den Modellen. Der 612 Ergowave active 2.1 ist in den Breiten 12, 13, 14, 15 und 16 cm verfügbar, der 602 Ergolux active 2.1 in 14, 15, 16 und 17 cm. Die breiteren Optionen beim Komfortmodell berücksichtigen die Anforderungen entspannterer Sitzpositionen, bei denen das Becken anders belastet wird als in sportlicher Haltung.
SQlab positioniert den sportlichen 612 Ergowave active 2.1 bei 149,95 Euro, den stärker komfortorientierten 602 Ergolux active 2.1 bei 129,99 Euro. Den Preisunterschied von 20 Euro begründet die aufwendigere Materialwahl und Konstruktion des Sportmodells. Beide Modelle sind ab sofort verfügbar.